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4 Gründe, warum du dir deinen Traum nie verwirkichen wirst - Teil II

10. Mai 2016

>> Hier geht’s zu Teil I: Hürden 1 & 2<<

3) Angst vorm Scheitern.

Die ersten beiden Hürden hast du also gemeistert: Du hast dir deine Träume (zurück) ins Bewusstsein geholt und du tust alles dafür, um sie dir auch zu verwirklichen. Dafür hast du dir auch ein Umfeld geschaffen, das dich dahingehend unterstützt und begleitet. Dabei gilt übrigens folgende Faustregel: Du bist der Durchschnitt jener fünf Personen, mit denen du am meisten Zeit verbringst.

Die äußeren Faktoren hast du also auf deinen Traum ausgerichtet. Jetzt aber wartet die nächste Hürde auf dich: die Angst vorm Scheitern. Vielleicht hast du einen ganz großen Traum, einen, den man nicht einfach so im Vorbeigehen erreichen kann. Die ersten Schritte waren durchaus erfolgreich. Es fühlte sich so gut an, genau das zu tun, was dich am meisten erfüllt. Aber jetzt geht irgendwie nichts mehr weiter. Du bist immer noch ziemlich weit weg von deinem großen Ziel und das Geld reicht auch immer noch nicht. Du stehst an und beginnst zu zweifeln. Was, wenn es mit meinem Traum doch nicht klappt? Immerhin hast du vieles hinter dir gelassen: deinen alten Job, deine alten Freunde, deinen alten Partner.

Plötzlich bekommst du Angst. Schließlich kannst du jetzt nicht einfach aufgeben und so tun, als wäre dir dein Traum eh nicht so wichtig gewesen. Außerdem willst du ja auch gar nicht in dein altes Leben zurück… Deshalb gilt es, erst einmal Ruhe zu bewahren und abzuwarten. Das Leben besteht eben aus Höhen und Tiefen. Das ist ganz normal. Wenn du deinen Traum verfolgst, ist das Schöne, dass du Tiefen besser annehmen kannst, weil hinter deinem Tun ein Sinn steckt. Und das treibt dich an.

Vielleicht bist du auf dem Weg zu deinem großen Traum aber auch etwas zu ungeduldig geworden. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Es hilft, dir Etappenziele zu stecken. Zwischenzeitliche Erfolgserlebnisse motivieren dich und fördern dein Selbstvertrauen. Und wenn du etwas wirklich willst, du dich mit ganzem Herzen diesem Traum verschrieben hast, dann wird das Universum auch mitspielen… 🙂

4) Die Angst vor der Erfüllung.

Auch Hürde Nummer 3 hast du schlussendlich bezwungen. Du hast einerseits gelernt, Geduld zu bewahren und andererseits, am Weg auch Fehler machen zu dürfen, ja sogar zu müssen. Fehler lösen Emotionen in dir aus und können manchmal auch richtig weh tun. Und genau deshalb lernst du so viel aus ihnen. Du wirst alles daran setzen, sie nicht zu wiederholen. Wenn du nie Fehler machst, lernst du deine Grenzen nicht kennen und wirst nie erfahren, welch großes Potenzial in dir steckt. Erst kürzlich habe ich Ed Neumeister, einen sehr inspirierenden Musiker, kennengelernt, der Fehler überhaupt ganz anders interpretiert:

„Ich kenne keine Fehler. Nur Überraschungen. Etwas, das nicht so lief, wie ich es mir vorgestellt habe.“

Nachdem du also auch die Angst vorm Scheitern überwunden hast, wartet die letzte Hürde auf dich: die Angst vor der Erfüllung. Was??? Warum solltest du Angst vor Verwirklichung deines Traumes haben?

Aus zwei Gründen:

Erstens besteht die Gefahr einer Sinnkrise: Du hast so lange für deinen Traum gekämpft, nie aufgegeben, sämtliche Auf und Abs durchlebt. Und trotzdem war dein Traum immer so weit weg. Bis jetzt. Plötzlich ist er aber ganz nah. Was vor kurzem noch eine kühne Traumvorstellung, eine völlige Utopie war, wird plötzlich real, greifbar, völlig normal. Du hast alles erreicht, wofür du so lange, vielleicht dein ganzes Leben lang, gearbeitet hast. Du bist am Ziel.

Und jetzt…?

 

Auch ich hatte mit einer Sinnkrise zu kämpfen. Nachdem ich meine ganze Jugend darauf hingearbeitet hatte, Fußballprofi zu werden, erfüllte ich mir mit 19 Jahren diesen großen Traum. Nach ein paar wunderbaren Jahren spürte ich aber, nicht mehr wirklich glücklich zu sein. Die Zeit war reif, mich zu verändern.

Aber wie? Wohin?

Ich konnte ja nur Fußball, hatte mein ganzes Leben lang gar nichts anderes gemacht. Doch bevor ich überhaupt für einen neuen Traum offen sein konnte, musste ich den alten erst einmal loslassen, hinter mir lassen.

Aber wie funktioniert das?

Indem du dich selber kennenlernst und spürst, wo die Reise hingehen soll. In meinem Fall halfen mir vor allem vier Dinge: Eine ganz besondere Freundin und Heilpraktikerin, die mir in schwierigen Situationen immer hilft, Meditation, reden und schreiben. Ich habe mit meinen Liebsten ganz offen darüber geredet, mit Menschen, die mich lieben und mich verstehen. Ich habe ihnen meine Gefühle offenbart und meinen Schmerz mit ihnen geteilt. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Außerdem habe ich mir viel von der Seele geschrieben. In dieser Phase entwickelte sich das Schreiben nicht nur zu meiner Selbsttherapie, sondern zu meiner neuen Leidenschaft. Und aus meiner neuen Leidenschaft wurde plötzlich mein neuer Traum. Ich wollte ein Buch veröffentlichen, Autor werden.

Mein erstes Werk „Träume verändern“ war schließlich der erste Schritt. Bald folgte der Traum einer Weltreise, daraufhin die logische Konsequenz eines Buches über die Weltreise. Und plötzlich, nur wenige Monate, nachdem ich geglaubt hatte, nie wieder könne mich etwas so sehr erfüllen wie der Fußball, stellte ich auf einmal fest, dass das Leben noch ganz viel mehr zu bieten hat. Man muss es nur zulassen, reinlassen, sich darauf einlassen. Und seit ich gelernt habe, offen für Veränderung zu sein, fliegen mir plötzlich die coolsten „Dinge“ zu: Menschen, Jobs, Reisen und vieles mehr… Eine Tür geht zu, ganz viele andere gehen auf.

Und neben der Sinnkrise gibt es noch einen anderen Grund für die potenzielle Hürde Nummer 4: Schuldgefühle. Warum darfst gerade du dir deinen Traum erfüllen? Warum nicht auch alle anderen? Ein paar Leute werden sich vielleicht mit dir freuen, viele werden aber neidisch sein. Denn wie schon erwähnt: Du bist ihr Spiegel. Am Beginn haben sie dich noch als „Träumer“ abgestempelt, jetzt hast du ihnen aber bewiesen, dass der Weg zu deinem Traum, der Weg ZU DIR, sehr erfolgreich sein kann. Und dich vor allem glücklich macht.

Auch ich hatte ein schlechtes Gewissen, mir so viele Träume erfüllen zu dürfen UND damit auch noch gutes Geld zu verdienen, während viele Menschen weder Spaß an ihrem Leben haben noch gutes Geld dafür bekommen. Und dann habe ich etwas ganz wichtiges gelernt: Nur wenn ich meine Träume verfolge, helfe ich auch dem großen Ganzen, oder wie Paulo Coelho es nennt: der Weltenseele. Alleine schon dadurch, dass ich positive Energie verbreite und so Inspiration für andere sein kann.

Aber Achtung: Missionierungsgefahr! Seit ich mein Leben so sehr genieße, gerate ich immer in Gefahr, Menschen zu ihrem Glück zu zwingen. Aber auch da habe ich dazugelernt: Richtige Veränderung basiert immer auf intrinsischer Motivation. Man kann Wege aufzeigen, aber beschreiten muss sie jeder selber…

Wo befindest du dich auf deiner Reise? Steckst du gerade bei einer dieser vier Hürden fest? Oder hast du deine Träume schon aus den Augen verloren?

 

Mut verändert,

Peter Alexander

 

PS: 8 Tipps, wie du dir deinen Traum DOCH verwirklichen kannst 😉

PPS: Die 4 Gründe im gesprochenen Vorwort „Der Alchimist“ - von Paulo Coelho

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